| Heute ist
unser Abreisetag - 6:30 Uhr morgens und das Taxi steht mittlerweile vor
der Tür. Unser ICE von Stuttgart nach Frankfurt fährt pünklich
um 7:53 Uhr vom Hauptbahnhof ab. Danach erstmal Einchecken bei Singapore
Airlines - so, nun kann es eigentlich losgehen. Vor uns liegen noch 14.000
Flugkilometer. Die Maschinen von Singapore Airlines verfügen über
individuelle Bildschirme an jedem Sitzplatz, was die ganze Sache doch ein
wenig angenehmer macht. Nach einem zwölfstündigen Flug und heftigen
Turbulenzen erreichen wir schliesslich Singapore.
Der Shuttle-Bus
zum Hotel in der Innenstadt steht schon bereit. Beim verlassen des Flughafengebäudes
trifft uns fast der Schlag - die Luftfeuchtigkeit beträgt hier 90
Prozent - es ist schwülwarm. So, jetzt geht es erst mal ins Hotel
- kurz duschen und dann raus zum Sight-Seeing. Wir suchen das Hard Rock
Cafe, das soll hier angeblich ganz in der Nähe sein. Aber irgendwie
finden wir nicht dorthin - egal. Danach machen wir uns wieder auf den Weg
ins Hotel zurück - ein paar Stunden abliegen, bevor es dann wieder
zurück zum Flughafen geht. Auf der Rückfahrt zum Flughafen entdecken
wir vom Bus aus das Hard Rock Cafe. Nur ca. 200 Meter vom Hotel entfernt.
Zu spät!
Von Singapore
fliegen wir nun weiter nach Sydney. Acht Stunden Flug ist doch gar nichts
im Vergleich zur ersten Etappe. Um sechs Uhr morgens landet die Maschine
in Sydney auf dem Kingsford Smith Airport. Der Flug war ausgesprochen ruhig
und wir konnten diesmal sogar durchschlafen. Bevor man allerdings die Maschine
verlässt, wird man noch zünftig mit Insektenmittel eingesprüht.
Die Australier versprechen sich von dieser Aktion wohl einen Einfuhrstop
von Schädlingen. So, jetzt erst mal mit dem Taxi zum Hotel "Manhattan"
in Kings Cross. Die Fahrt kostet 20 Dollar. Da es aber zum Einchecken im
Hotel noch zu früh ist, geben wir das Gepäck zur Aufbewahrung.
Wiederum mit dem Taxi fahren wir zum Standesamt in der Thomas Street -
Haymarket. Ach ja - hier wollen wir übrigens tags darauf heiraten.
Die ganzen Formalitäten, wie Aufgebot usw. usw. haben wir schon von
Deutschland aus erledigt. Das Amt macht auf uns einen recht chaotischen
Eindruck. Viel Hektik und Unordnung auf den ersten Blick. Unsere Standesbeamtin
Mrs.Trimas ist heute nicht anwesend und ihre Kollegin findet natürlich
unsere Unterlagen nicht - na toll. Zum Glück haben wir das Antwortschreiben
vom Standesamt in Sydney und der Bestätigung des Hochzeitsdatums mit
dabei. Nach einer endlosen Sucherei wurde die Dame dann endlich fündig.
Wie sich herausstellt liegen unsere Unterlagen bereits im Trauungszimmer.
Wir wurden eben unter zwei verschiedenen Aktennummern abgelegt. Kann schon
mal vorkommen. Nebenan kaufen wir erstmal den Brauthut. Einen orginal "Akubra".
Passt gut zum Kleid und den Boots. Ruckzuck ist der Vormittag vorbei. Nun
können wir endlich auf unser Hotelzimmer. Erst mal eine Runde schlafen.
Wir sind hundemüde und ein Jetlag gehört doch schliesslich auch
dazu. Um 17:15 Uhr machen wir uns wiederum auf den Weg in die Stadt.
> Sydney |
> Anzac
Day |
> Marree
Hotel |
> Oodnadatta
Track |
> William
Creek |
Heute ist
also der grosse Tag. In der Gärtnerei neben dem Standesamt kaufen
wir noch schnell einen gebundenen Brautstrauss. Der Bräutigam bekommt
beim Chinesen nebenan noch schnell ein Jackett verpasst. So, jetzt ist
das Traumpaar perfekt. Um 10:40 Uhr ist die Trauung. Man, sind wir nervös.
Viel Bla-Bla, Ringwechsel und Unterschrift. Jetzt sind wir verheiratet.
Ein gutes Gefühl. Für das deutsche Standesamt ist es allerdings
wichtig das "Full marriage certificate“ zu beantragen. Normalerweise beträgt
die Wartezeit zwei Tage. Da wir am nächsten Tag aber weiterreisen
wollen, wird für uns eine Ausnahme gemacht. Wir erhalten das Zertifikat
schon nach eineinhalb Stunden. Nachdem wir nun genug haben von Ämtern
und Behörden, wollen wir auch noch etwas von der Stadt sehen. Das
Sydney Aquarium, das Opernhaus, das Queen Victoria Building und das alte
Stadtviertel "The Rocks" vermitteln uns einen ersten überwältigenden
Eindruck von Sydney. Mittlerweile ist es schon dunkel und wir beschliessen
die Hochzeit im "Hard Rock Cafe" zu feiern. Zu guter Rockmusik gibt es
Spareribbs und jede Menge australischen Rotwein. So lässt es sich
natürlich aushalten.
Au weia,
heute haben wir einen ganz schönen Kater - der Restalkohol reicht
sicherlich für die nächsten fünf Tage. Wir sitzen nun hier
im Deutschen Konsulat um die Heiratsurkunde beglaubigen zu lassen, denn
sonst hat die Heirat in Deutschland keine Gültigkeit. Pech gehabt,
das Konsulat ist dafür nicht mehr zuständig. Man verweisst uns
zum "Department of Foreign Affairs". Da die Echtheitsbescheinigung erst
in drei Tagen fertig ist, lassen wir uns diese eben für 30 Dollar
nach Deutschland zuschicken. So, nun endlich ist die Ämtertortur beendet.
Im Anschluss besuchen wir den Taronga Zoo. Mit der Fähre setzen wir
vom Circular Quay ab hinüber nach Mosman. Unser erster Kontakt mit
der australischen Tierwelt. Kangaroos, Emus, Koalas und Wombats findet
man in dem wohl schönsten, auf einem Hügel gelegenen Zoo. Von
hier bietet sich uns ein herrlicher Ausblick auf die Skyline von Sydney.
Um zu den schönsten Plätzen von Sydney zu gelangen, empfiehlt
sich die Mono-Rail. Mit einem Tagesticket kann man überall ein- und
aussteigen. Zum Abschluß des Tages genießen wir noch die herrliche
Aussicht in schwindelnder Höhe vom AMP-Tower.
Früh
am Morgen holen wir nun unser Fahrzeug - einen 4.2 Liter LandCruiser bei
der Autovermietung "Britz" ab - und wie es halt mal so ist - Führerschein
vergessen. Ein kurzer Anruf nach Deutschland genügt, und unsere Nachbarin
schickt uns ein Fax vom Führerschein zu. Das genügt. Eigentlich
wollen wir so schnell wie möglich raus aus Sydney, verfahren uns aber
und landen wieder mitten im Berufsverkehr. Welcher Australienbesucher kennt
das nicht - neue Umgebung, den Schaltknüppel auf der linken Seite
und zudem noch Linksverkehr - wo ist da das Problem für Festlandeuropäer.
Die erste grosse Herausforderung also gleich am Ausgangspunkt unserer Tour.
Nach kürzester Zeit gewöhnen wir uns aber daran. Fliegende Wechsel
über vier Fahrspuren unterstreicht man mit einem lässigen Fingerwink
aus dem offenen Fenster. Die Australier sind da doch sehr tolerant. Irgendwie
finden wir dann schliesslich auch wieder raus aus der Stadt. Unsere erste
Nacht "On Tour“ verbringen wir in einem Appartement in Parramatta einem
Vorort von Sydney.
Am Morgen
fahren wir auf dem Princess-Highway nach Süden. Die Strasse verläuft
teilweise durch dichtes Waldgebiet. Erste grössere Bushfeuer nehmen
uns für kurze Zeit die Sicht. Im ehemaligen Walfängerort Eden
finden wir ein preiswertes Motel. Der Motelbesitzer gibt uns ein kleines
Milchkännchen mit auf’s Zimmer. Wir wundern uns noch! Mittlerweile
wissen wir aber warum. In Australien hat es auf jedem Zimmer einen Wasserkocher
für Kaffee und Tee. Und dafür ist dann auch die Milch gedacht.
Wir frühstücken
schon um 5:45 Uhr. Um 7:00 Uhr ist Abfahrt. Unser zweites Frühstück
nehmen wir in einem Roadhouse zu uns. Lammbraten und Kartoffeln so früh
am Morgen ist mal eine ganz neue Erfahrung. Windräder und jede Menge
Rinder und Schafe säumen nun den Strassenverlauf. Die Wolken hängen
hier sehr viel tiefer - man hat also stets das Gefühl, dass einem
gleich der Himmel auf den Kopf fallen könnte. Nach 500 Kilometern
kommen wir in Melbourne an. Durch den Feierabendverkehr hindurch fahren
wir zielorientiert zum "Kings Way Hotel". Vom Zimmer aus haben wir eine
herrliche Aussicht auf die Skyline.
> William
Creek |
> Marla |
> Coober
Pedy |
> Uluru |
> Uluru |
Heute ist
Anzac-Day. Wir schauen uns in der Innenstadt die Parade der Kriegsveteranen
an. Am meisten beeindrucken uns doch die Vietnamveteranen auf ihren Harley’s.
Alte und neue Bauwerke harmonieren in Melbourne hervorragend miteinander.
Nach einem ausgedehnten Stadtbummel gönnen wir uns in einem urigen
Pub erst einmal ein Steak. Der Wirt "nötigt“ uns auch einmal ein Stück
Kangaroofleisch zu probieren. Hat er uns gratis auf den Tisch gestellt.
Nun gut, schmeckt nicht schlecht, muss aber nicht sein - wir essen schließlich
auch keinen Adler - unser deutsches Wappentier.
Früh
morgens verlassen wir Melbourne. Über den Princess-Highway, vorbei
an der Hafenstadt Geelong erreichen wir im Laufe des Vormittags Torquay
- den Ausgangspunkt zur spektakulären Küstenstrasse - der Great
Ocean Road. Endlose Serpentinen mit ständigem Blick aufs Meer prägen
das Bild dieser wohl faszinierendsten Küstenlinie Australiens. Im
Port Campbell National Park wollen wir uns die berühmten Felssäulen,
die "Twelve Apostles" ansehen. In unmittelbarer Nähe befindet sich
der kleine Küstenort Port Campbell, wo wir schliesslich noch vor Einbruch
der Dunkelheit eine gemütliche Unterkunft finden.
Nun geht
es weiter Richtung Adelaide. Auf dem Weg dorthin liegt die Ortschaft Kingston.
Unübersehbar steht hier ein riesiger 17 Meter hoher Lobster. Doch
bis Adelaide kommen wir heute nicht mehr. In Meningie, direkt am Lake Albert
gelegen, mieten wir uns auf einem Campground ein Cabin. Wir genießen
den herrlichen Sonnenuntergang und beobachten die Pelikane im roten Abendlicht.
Ein kühler
Morgen am See. Die ersten Sonnestrahlen spiegeln sich auf der Wasseroberfläche.
Heute sehen wir das erste Mal Emus. Da Emus schlecht sehen, lassen sie
sich natürlich ganz leicht anlocken. Allerdings nur so weit bis sie
merken, dass sie es nicht mit Artgenossen zu tun haben. Wir erreichen Adelaide,
die Hauptstadt Südaustraliens. Von hier aus ist es nicht mehr weit
zum Barrossa Valley, dem bekanntesten Weinanbaugebiet Australiens. Unterwegs
legen wir noch einen Stop in Port Adelaide ein. Dieser Ort erinnert sehr
an eine alte Westernstadt. Schade, die Weinprobe bei "Seppeltsfield" im
Barrossa Valley haben wir verpasst. Die endet um 17 Uhr. In unserem Motelzimmer
haben wir die erste Begegnung mit einer fetten Spinne. Giftig oder nicht?
Keine Ahnung, also raus damit! Nach einem letzten Bierchen und einem wunderschönen
Abendrot sind wir hundemüde und hauen uns in die Federn.
Weiter geht’s
nach Hawker. Vorher legen wir noch einen Stop bei der "Yaldarah Winery"
ein. Dort beobachten wir wunderschöne bunte Papageien beim Trinken
aus einem Brunnen. Ein tolles Postkartenmotiv. Auf dem Weg nach Hawker
sehen wir zum erstenmal einen riesigen Schwarm Rosa Kakadus. So langsam
nähern wir uns dem Outback - ein Sandsturm fegt über die Strasse
hinweg - doch es wird merklich wärmer, wie man auch unschwer an der
Anzahl der Fliegen erkennen kann.
Den ganzen
Morgen regnet es nun schon. Oodnadatta Track ja oder nein? Der Oodnadatta
Track ist eine Gravelroad. Er beginnt in Marree und mündet nach 630
Kilometern beim Marla Roadhouse im Northern Territory. Die Leute vom Roadhouse
in Hawker rufen für uns in Marree an und erkundigen sich nach dem
Strassenzustand. Die Meldung lautet "Dirty, but no trouble". Ok, dann wagen
wir es. Kurzer Stop in Lyndhurst. Hier mitten in der Einöde lernen
wir dann auch promt zwei Deutsche kennen, die ganz in der Nähe von
uns zu Hause wohnen. Monika und Wolfgang heissen die beiden und wir beschliessen
gemeinsam den Track zu fahren. Der Track ist durch den Regen tief und matschig.
Bis zur Radnabe stehen wir stellenweise im Wasser. Die Fahrt entwickelt
sich zu einer regelrechten Schlammschlacht. Irgendwann erreichen wir dann
schliesslich Marree - ein kleiner Ort der zur Versorgung der grossen Cattle
Stations dient. Wir mieten uns im ältesten Hotel Australiens ein und
hoffen, dass der Regen bald aufhört. Falls nicht hängen wir für
die nächsten Tage hier fest. Bei starken Regenfällen wird der
Track gesperrt, damit dieser nicht unnötigerweise durch die Fahrzeuge
beschädigt wird. Den Abend verbringen wir an der Bar. Der Wirt erzählt
uns Geschichten, so zum Beispiel auch wie er damals in William Creek den
1. Preis für den dicksten "Belly" (Bierbauch) gemacht hat. Tja, und
nach fünf weiteren Bierchen hat uns der Regen dann auch nicht mehr
weiter gestört.
> Merrenie
Loop |
> Kata Tjuta |
> Kata Tjuta |
> Thorny
Devil |
> Kangaroo |
Der erste
Blick früh morgens vom Balkon des Hotels lässt schlimmes erahnen.
Überall in den Strassen steht noch das Wasser. Der Oodnadatta Track
ist immer noch wegen Überflutung gesperrt. Frühestens um 12 Uhr
können wir weiterfahren. Wir vertreiben uns die Zeit vor dem Hoteleingang.
Es gesellen sich noch der Wirt und zwei Einheimische hinzu. Punkt zwölf
Uhr gibt der Sheriff dann endlich den Track für den Verkehr wieder
frei. Die ersten fünfzig Kilometer sind noch recht matschig, aber
es läuft ganz gut. Langsam wird der Weg wieder trocken um bald darauf
in eine trockene, staubige Piste überzugehen. Jede Menge Rinder kreuzen
von nun an den Weg. Wir kommen zum berühmten Dingo Fence. Der längste
Zaun der Welt befindet sich teilweise in desolatem Zustand. Dieser soll
die Dingos, die australischen Wildhunde, von den Schafherden fernhalten.
Im Laufe des Nachmittags erreichen wir William Creek. Der Ort wirkt nahezu
verlassen. Hier steht doch tatsächlich eine Parkuhr - mitten im Nirgendwo.
Man muss höllisch aufpassen dass man beim sprechen keine Fliegen verschluckt.
Rechts das typische Outback Pub. Innen sind die Wände mit Visitenkarten
und Geldscheinen zugepflastert. Natürlich haben auch wir unsere Visitenkarte
an die Wand getackert. Der Wirt grinst, weil wir statt Bier eine Coke bestellen.
Ist hier wohl nicht so üblich. Der Australier löscht seinen Durst
eben mit Bier. Wir fahren weiter nach Cooper Pedy. Der Himmel ist traumhaft
blau. Schon aus weiter Ferne erkennen wir die unendlich vielen Erdaufschüttungen
der Opalfelder. Inmitten dieser Kraterlandschaft wird seit fast hundert
Jahren nach Opalen geschürft. Die Temperaturen steigen hier nicht
selten auf über 50°C. Die meisten Leute leben deshalb in Wohnhöhlen
unter der Erde, den sogenanten "Dugouts". Bei konstant 22°C lässt
es sich in den teilweise komfortablen und oft auch sehr geräumigen
Wohnstätten das ganze Jahr hindurch gut aushalten.
Wir besichtigen
zuerst einmal den Ort und lernen dabei Hendrik aus Leipzig kennen. Er lebt
schon eine kleine Ewigkeit in Cooper Pedy und schürft hier nach wertvollen
Opalen. Er hat auf seinem Claim einen tollen "Schrebergarten“ angelegt.
Aus lauter Schrott-Teilen hat er imposante Kunstwerke geschaffen. Wir unterhalten
uns fast zwei Stunden mit ihm. Zum Abschied schenkt er uns noch ein paar
ganz tolle Steine aus seiner Sammlung. Im Laufe des Tages besichtigen wir
auch eine Opal-Mine und sehen uns danach das "Desert Cave Hotel" an. Ein
vier Sterne Hotel unter der Erde. Es ist heute recht kühl und furchtbar
windig. Ohne Sunblocker geht’s aber trotzdem nicht. Die Sonne scheint trotz
allem sehr heftig. In Cooper Pedy bekommt man unwillkürlich Rückenschmerzen
da man ständig den Boden nach Opalen absucht.
So, schnell
noch eine Tasse Kaffee und auf gehts ins Rote Zentrum Australiens. Uluru
heisst also unser nächstes Ziel - besser bekannt unter dem Namen Ayers
Rock. Über den Stuart Highway fahren wir Richtung Norden. Unterwegs
sehen wir einen riesigen Schwarm grüner Wellensittiche. Die fliegen
übrigens ganz unberechenbar im Zickzack-Kurs vor unserem Auto vorbei.
Rechts und Links vom Stuart Highway sehen wir wieder jede Menge Rinder,
einen Schwarm weisser Kakadus und einen grossen Keilschwanzadler. In einem
Roadhouse legen wir eine kleine Pause ein und essen Spagetti auf Toast.
Bei Kulgera biegen wir links auf den Lasseter Highway ab. Wahnsinn…..wir
haben den ersten Blick zum Ayers Rock. Ist zwar noch ein Stückchen
weg, aber wir sind schon schwer beeindruckt. Es ist gar nicht einfach im
Ayers Rock Resort ein freies Bett zu bekommen. Wir kommen in einem Dormitory
mit zwei Etagenbetten unter. Zwei Nächte für 32 Dollar pro Person.
Ein Fussweg führt zum Ayers Rock und Olgas Lookout. Wir haben eine
tolle Aussicht. Heute Abend lassen wir es uns so richtig gut gehen. In
der Pioneer Lodge gibt es jeden Abend ein riesiges B.B.Q. Dort kauft man
sich das Fleisch und kann es dann selbst auf dem Grill zubereiten. Ein
grosses Salatbufett gehört selbstverständlich auch noch dazu.
Heute Abend spielt ein Gitarrist die ollen Songs von Bob Dylan, Cat Stevens
und den Eagles. Hey - der ist gut der Junge! Wir bleiben vorerst bei unserem
Favorit Beer - dem Castlemaine XXXX. Mit den leeren Dosen bauen wir auf
dem Tisch nach und nach eine Pyramide auf.
Bei Sonnenaufgang
gehts direkt zum Ayers Rock. Der Eintrittspreis zum National Park beträgt
10 Dollar. Im Visitor Center kann man wunderschöne Aboriginalkunstwerke
bewundern. Der Ayers Rock ist gigantisch. Wir beobachten die Touristen
beim Aufstieg. Scheint doch sehr anstrengend bei diesen Temperaturen. Wir
verzichten allerdings auf den Aufstieg - aus Respekt den Aboriginal People
gegenüber. Ihnen ist der Berg heilig und sie mögen es nicht wenn
man ihr Heiligtum besteigt. Ein Rundweg führt um die steil abfallenden
roten Wände. Vorbei an Höhlenmalereien, hin zu einem kleinen
See, der sich in die Felsspalten hineinwindet. Von unten ist er mit Sicherheit
noch beeindruckender als von oben. Jetzt machen wir noch einen Abstecher
zu den 30 Kilometer entfernten Olgas. Genauso beeindruckend wie der Ayers
Rock. Zurück im Resort treffen wir wieder auf Monika und Wolfgang.
Wir haben
für heute einen Rundflug zum Ayers Rock und den Olgas gebucht. Der
Flug kostet uns 120 Dollar. Aus dem Flugzeug heraus hat man den besten
Ausblick auf die schier unendliche Weite des australischen Kontinents.
Nach diesem fantastischen 30-minütigen Flug machen wir uns auf den
Weg zum Kings Canyon. Dort steht uns eine zweistündige Wanderung durch
den "Kings Creek“ bevor. Natürlich treffen wir auch hier wieder unsere
neuen Bekannten Monika und Wolfgang. Wir verabreden uns für den Abend
zum Stockmen-Dinner. Bei guter Musik aus der Juke-Box in der Bar lassen
wir den Abend ausklingen.
> australia
tour 1995...................................1. ....2. |